So, ich meld mich in diesen Beitrag wieder zurück
Habe nachfolgenden Beitrag aus dem Scooby-Forum kopiert. Nur für den Fall, sollten jemandem meine Hinweise nicht einleuchten
Sorry auch für die zu grossen Pics für dieses Forum. In den Scooby-Foren werden diese durch das Forum automatisch verkleinert und ich bin zu Faul, diese nochmals zu bearbeiten. Ich hoffe es sei mir verziehen
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Ein paar haben sich schon beschwert, dass ich lange nichts mehr neues berichtet habe. Tut mir leid... Man erlebt hier auch nicht alle Tage aussergewöhnliches oder es erscheint mir so. In den fünf Monaten (schon fast ein halbes Jahr!? 8o) ist vieles zum Alltag geworden und das Auge des Betrachters hat sich längst an das "neue" Umfeld gewöhnt. Das mein Alltag hier in Tokio für Euch alles andere als alter Käse ist, geht dabei schon oft vergessen.
Eigentlich wollte ich heute von einer kleinen Ausfahrt mit dem Canonball-R Club berichten. So stand ich heute morgen auch pünklich um 5:15 Uhr an der abgemachten Stelle, wo mich mein Kollege abholen sollte.
Eigentlich... denn auch nach einer halben Stunde stand ich immer noch an demselben Fleck. Bestellt und nicht abgeholt :heuler: Er - wohl immer noch unter dem Einfluss mittelamerikanischer Zeit - hatte verpennt
So bringe ich hier für einmal einen kleinen Auszug aus meinem Alltag bzw. Wochenende (Samstag, 29.03.2008) ohne Bezug auf die schicken Schlitten. Vielleicht nur am Rande: Hatte heute zwei GT-R R35 auf der Strasse gesehen, aber keinen Scooby... Der GT-R ist so ein Allerweltsauto
Zur Story!
Der Frühling ist angekommen. Offiziell wird der Start des Frühlings hier in Japan mit einem Feiertag begonnen. Die Japaner haben bekannterweise wenig Ferientage, dafür gibt es umso mehr Feiertage rund ums Jahr verteilt.
Spätestens wenn die Kirschbäume blühen, ist allen klar, der Frühling feiert nun seinen Einzug. Man merkt förmlich, wie die Leute hier aufleben und alle wie Ameisenschwärme aus ihren Löchern gekrochen kommen.
Leider war der Himmel gersten bedeckt. Dadurch kommen die Kirschblüten in den Bildern nicht so zur Geltung...
Hier eine kleine Allee in der Nähe meiner Wohnung
Es ist unglaublich, wieviele Kirschbäume es in Japan hat. Wären es Viecher, es wäre eine landesweite Plage Und auch wenn das (leichte) pink farblich kitschig wirkt, ist es dennoch ein Genuss, durch all die Gassen zu laufen und die schöne Pracht oben in den Bäumen zu bestaunen. Ich kann die Faszination der Sakura's gut nachvollziehen.
Mit der Bahn bin ich von mir Zuhause aus nach Harajuku [Hara-tschü-ku] gefahren. Wer mal in Tokio war oder es vorhat, wird wohl nicht daran herumkommen, diesen Bezirk zu besuchen. Ein Hotspot vor allem für die jungen Japaner und Touris.
Und wenn ich Eingangs erwähnt habe, dass die Leute wie Schwärme wild gewordener Ameisen hervorgekrochen kommen, dann mein ich das wörtlich so:
Das ist die Sicht auf den Bahnhof von Harajuku. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich aus dem Bahnhofareal ausbuchsen konnte
Aber Harajuku stand glücklicherweise nicht auf meinem weiteren Programm, sondern der angrenzende Yoyogi-Park (sozusagen der Central-Park Tokios) stand im Fokus.
Auf dem Weg dahin und im Park selber findet man allerlei Strassenkünstler, sei es Stand-up Comedians, Maler, Musiker, Tänzer und und und. Ein wirklich sehr buntes Treiben.
Es ist immer wieder witzig zu beobachten, dass einige Künstler, vorwiegend farbige Ausländer, das Weite suchen, sobald die Polizei auftaucht Ist wohl nicht immer alles so koscher mit dem Handel ihrer Waren und den Aufenthaltsbewilligungen hehe
Hier eine Gruppe von Trommlern, welche praktisch jeden Samstag an der gleichen Stelle anzutreffen sind. Es ist stets ein kommen und gehen und so wird eigentlich den ganzen Tag hindurch feine beats geklopft.
Auch für das leibliche Wohl sorgen unzählige Stände mit japanischen Spezialitäten. Von Waffeln, Reisnudeln etc. so wie man das von (Dorf-)Festen in Europa (oder mindestens in der Schweiz) kennt. Einfach JDM Food
Viele Leute haben sich mit Verpflegung und reichlich Flüssigem eingedeckt, um ein gemütliches Beisammensein während der 'Hana-mi' ("Blütenschau") zu feiern.
Wer denkt, dass die Luft vom süssen Blütenduft umhüllt ist und verhaltene Japaner still ihr Bier und Sake (Reiswein) schlürfen, täuscht sich. Eher der Hauch von Alkahol dringt in die Nase und die ausgelassene Herr- und Damschaft sind kaum zu überhören. Es hatte auch massig viele Ausländer, die wohl ihres dazu beigetragen haben (ohne die Japaner in Schutz nehmen zu wollen :D).
Ich hatte es schon einmal angetönt; die Japaner lieben das Schlange stehen. Hier ein Bild vor dem Toilettenhäuschen:
Das ist die Männerseite. Wie lange in etwa die Schlange auf der anderen Seite war, könnt Ihr Euch sicher denken Ich glaube da muss man schon anstehen, bevor man überhaupt das "Bedürfnis" dafür verspürt, sonst reichts im Notfall sicher nicht mehr *lol*
Wär diese Disziplin in Europa auch vorstellbar? Da bin ich mir jetzt gar nicht soo sicher... *hust*
Nun, genug Blütenschau für den Moment. Es ist an der Zeit, den nächsten Spot aufzusuchen. Hunger ist angesagt. Auf nach Ikebukuro, wo es einem Kollegen zufolge leckere Ramen geben soll.
Der Weg führte vom Yoyogi-Park zwangsläufig wieder zurück zum Harajuku-Bahnhof. Ihr wisst ja jetzt, was einem dort erwartet
Ja, ganz genau :crazy:
Links im Bild sieht man die Ticketautomaten, dahinter in Reih und Glied die Wartenden. Nach dem Lösen der Fahrkarte darf man sich durch die Schlange hindurchwurschteln, um durch die Schranke dann endlich zum Bahngleis zu gelangen. Der Stau ist also vorprogrammiert
Es gibt zwar auch aufladbare Karten, mit der man einfach und bequem direkt durch die Schranken gehen kann, aber wie man sieht, besitzt nicht jeder so eine. War eines meiner ersten Anschaffungen in Tokio Ich werde vielleicht ein ander mal etwas genauer auf das Transportsystem in Tokio ein.
Jedenfalls versuchte kurze Zeit später die Polizei den ganzen "Verkehr" etwas zu regeln bzw. zu stoppen, da auch schon auf dem Bahnsteig reges Gedränge herrschte.
Na dann mal viel Spass Jungs
Man fragt sich wirklich wohin die ganze Masse nur hin will? Vermutlich über die Strasse, um dem Klumpen zu entfliehen...
Wohin? Dahin!
Ohne mich!!
Wir haben einen anderen, etwas kleineren Eingang zur Station gewählt, zwar stand auch da Schlange stehen auf dem Programm, ging aber doch recht zügig voran.
Bei so hohem Aufkommen hatte die Bahn natürlich leicht mit dem Fahrplan zu kämpfen. Es ist jedoch nicht so, dass man eine Viertelstunde auf den folgenden Zug warten müsste.
Kaum verlässt einer den Bahnhof...
...einmal kurz den Kopf gedreht, fährt auch schon der nächste ein Wer will sich da noch wegen nicht einhalten des Fahrplans beschweren?
Diese Displays in den Zügen sind sehr praktisch. So werden die folgenden Stationen mit der voraussichtlichen Dauer der Fahrt in Minuten angezeigt.
Falls sich jemand wundert, die Yamanote-Linie fährt tatsächlich im Kreis
Ich wusste, dass dieser Typ in die Kamera blicken würde Selber schuld *lol*
Wer glaubt, hier einen Zug in der Rush-Hour zu sehen, irrt. Da passen nochmal soviele Leute rein. Wer nicht glauben mag, darf das gerne mal testen kommen
Nach diesen ganzen Strapazen, endlich am Ziel angekommen. Endlich wieder mal sitzen. Endlich gibts was für den knurrenden Magen. Ohne gross zu überlegen habe ich eine grosse Portion bestellt...
In der Mitte steht die normale "Dosis". Mein Hungergefühl war danach auf jeden Fall gestillt
Die Mission erfüllt, hatte man sich auch schon verabschiedet und den Heimweg angetreten. Nicht jedoch ohne in Akihabara - the electric town einen Boxenstopp einzulegen. Brauchte noch ein paar billige Boxen für meinen PC.
Hier ein paar visuelle Eindrücke:
Ein riesen Elektronikpalast (Yodobashi Camera), welcher einfach alles an Elektronikgeräten im Angebot hat. Wirklich alles!!!
Schnäppchen findet man jedoch häufig in den hinteren, kleinen Gässchen. Diese Preisknüller müssen aber zuerst gefunden werden
Und hier das letzte und zugleich das Foto des Tages:
Yeaaaaaahl, piiiiiiiiiimpin' big time!!!
So, Ihr habt nicht nur die langen Ladezeiten der Bilder auf Euch genommen, sondern auch noch das Geschreibsel zwischendurch überstanden. Du darfst Dir jetzt auf die eigenen Schultern klopfen. Dich kann nun so schnell nichts mehr erschüttern
Nächsten Sonntag findet auf dem Tsukuba-Circuit wie angekündigt das Hyper-Meeting statt. Habe nicht vor, diesen Grossanlass zu verpassen und für Euch ein paar Eindrücke einzufangen. So stay tuned