So, endlich ists halbwegs vollendet
Was vor einiger Zeit mit dem Kauf von weissen Tachoscheiben im Mugen-Design begann hat sich ziemlich in die Länge gezogen
Der Reihe nach:
So sieht der Tacho vom EK4 F1 am Tag aus:
und so bei Nacht:
Als erstes wurden die weissen Scheiben gegen die Originalscheiben ausgetauscht. Das Resultat war mehr als dürftig:
(ein Rahmen für Zusatzinstrumente verdeckt noch einen Teil des Drehzahlmessers, aber das ist kein Problem da ich eh nie in diesem Bereich fahre :D)
Folgende Probleme galt es nun zu lösen:
Man sieht genau wo im Tachogehäuse eine Glühlampe ist und wo nicht da sie weissen Scheiben keine Streuschicht auf der Rückseite haben wie die Originalen Scheiben. Ich weiss nicht, wie es bei anderen Herstellern von so Scheiben aussieht, aber wenn diese Streuschicht fehlt, könnt ihr euch auf was gefasst machen.
Da die neuen Scheiben dünner sind als die Originalen verbiegen sie sich wegen der Wärmeentwicklung der Lampen. Also mussten die Lampen unter den Scheiben raus...
Durch das weisse Auflicht, das von oben auf die weissen Scheiben leuchtet habe ich mehrere Schatten neben den Zeigern, ist zum ablesen nicht wirklich praktisch...
Also musste eine andere Lösung gefunden werden. Mit Unterstützung einer Modellbaufirma hab ich den folgenden Lösungsweg gewählt:
Hinter die weissen Tachscheiben wird eine elektrische Leuchtfolie geklebt, die vorher in minutiöser Arbeit genau wie die Tachoscheiben ausgeschnitten wird damit es nirgendwo hervorleuchten kann. Somit werden die weissen Scheiben stabiler und es wird die ganze Fläche gleichmässig beleuchtet und das Mugen-Logo ist dann auch erkennbar Die rosaroten Dinger unten im Bild sind die ausgeschnittene Folie, oben jeweils die Stromanschlüsse. Die Speisung erfolgt mit Invertern von einem Glühlampenanschluss aus, der Inverter erzeugt dann 110 Volt der die Folie zum leuchten bringt.
hier leuchtet also so eine Folie. Hat jetzt etwas Blaustich, ist in Wirklichkeit weiss
So sieht die Tachoeinheit nun von hinten aus, am Ende des Kabelstranges sind die Inverter zusammengefasst. Die kommen dann noch in eine Kunststoffbox rein damit sie nicht hinter dem Armaturenbrett rumfliegen können...
Nachdem nun noch das Auflicht abgehängt wurde sah man, dass das Ganze im Prinzip wunderschön rot leuchtet, aber da die Zeiger keine Lichtquelle mehr haben konnte man trotzdem nicht sagen, wie schnell man unterwegs war
Dies lösten wir mit Glaslackfarbe, mit der wir die beiden Stecksoffiten, die das Auflicht erzeugen, einfärbten. Auf dem nächsten Bild sind sie orange eingefärbt. Ich werde später mal noch Versuche machen mit roter Einfärbung, zum Ausprobieren vielleicht auch mal blau
Schlussendlich bleibt zu sagen, dass es viele Wege gibt um den Tacho umzubauen. Die einfachste ist sicher mit einem blau/grünen Plasmatacho, aber das gefiel mir noch nie. Vermutlich hätte es auch für meinen Problemfall eine andere Lösung gegeben, aber ich bin doch zufrieden mit dem Resultat, zumal ich viel selber machen konnte und eine Menge Neues gelernt habe.
Gruss, SiRe